Montag, Dezember 31, 2012

Zum Jahreswechsel...

Was auch immer kommen mag mit 2013 -
ich wünsch' allen, die's nehmen mögen,
alles Gute für's neue Jahr!

Montag, Dezember 10, 2012

Namenlos

Du Schmerz Du!
Ich halte Dich bei der Gurgel
an meinem ausgestreckten Arm
auf Abstand
so gut es geht.

Wir hatten schon
miteinander
zu tun.
 
Ich sehe Deine glühenden Augen,
Deine spitzen Reißzähne.
 
Deine Klauen sind lang und scharf.
 
NOCH NICHT!!!


 

Mittwoch, Dezember 05, 2012

Es kommt...

...definitiv keine Ruhe 'rein! Ich hätt' aber gern welche. Alles, was stattdessen 'reinkommt, sind Informationen, die nicht dazu angetan sind, mein mich blockierendes Gedankenkarussell herunterzubremsen.

Nun! Probleme sind dazu da, gelöst zu werden.

Nur mal so als Zwischenstand. Ich bin nicht ersoffen in meinem Gedankenfluss, ich lebe noch. Lediglich die Puste wird gerade dringend für Anderes als meinen virtuellen Erzähldrang gebraucht.

Dienstag, Oktober 16, 2012

Sie schreit...

...seit der Bauer sie gestern mit zwei Artgenossinnen auf die Wiese gelassen hat.
Sie hat die Nacht durchgeschrien (unter unserem Schlafzimmerfenster!).
 
Was bedeutet, dass sie jetzt seit etwa 24 Stunden schreit. Ich habe nicht das Gefühl,
dass sie darin nachlässt. Wahrscheinlich sucht sie ihr Kälbchen.
 
Denn dass eine Kuh schreit, wenn sie zu den andern auf der Nachbarwiese will,
kommt eigentlich nur dann vor, wenn der Bauer sie alleine auf diese Wiese tut.
 
DER hat sein Schlafzimmer übrigens auf der anderen Seite seines Hofes. ^^

Aber was soll er tun? Die andern Wiesen gehen alle zur Hauptstraße und die hat deutlich mehr Anwohner, die sich in Ihrer Nachtruhe gestört fühlen könnten.

Das Maul zubinden kann er ihr ja schlecht.

Edit:
Heute, nach der zweiten Nacht, ergab sich
die Gelegenheit, den Bauern zu befragen.
(Die Kuh schreit noch, aber weniger.)
Das Tier steht trocken, weil's im Dezember kalben wird.
Und ist wohl nicht einverstanden mit der Umquartierung.
So ist das!
Auch Kühe sind eben Individuen
mit Eigenheiten.

Freitag, Oktober 05, 2012

Hausaufgaben...

...macht sie bevorzugt in Gesellschaft.
...dieselben Akteure, dieselbe Paparazza,
etwas anderer Ort, etwas andere Tätigkeit,
ganz andere Kamera, 8 Jahre früherer Zeitpunkt.

Ich weiß gar nicht...



...wie viele Jahre lang ich bei der Frau Bärtschi in Bern täglich online eine Orakelkarte gezogen habe - es müssen einige gewesen sein! Es war mir eine ebenso liebe wie hilfreiche Gewohnheit geworden. Daher merkte ich Erbsenzählerin SOFORT, dass der Link nicht mehr funktionierte, als die Künstlerin ihn deaktivierte. Ob meines schnellen Hilfeschreies war sie dann geradezu überrumpelt. Da ich über keinerlei appfähige Technik verfüge und wohl auch in appsehbarer Zeit nicht verfügen werde, bat ich um Hardware. Die kam gestern in Form eines erfrischend bunten Paketes mit ein paar netten persönlichen Zeilen aus der Schweiz.
 
Danke, Frau Bärtschi! Seit gestern mische ich also fröhlich selbst...^^
 
 
 

Donnerstag, Oktober 04, 2012

Nationalfeiertag...

...spät aufstehen und Bock auf konventionelles Frühstück haben. Feststellen, dass nur reizlose Brotenden im Kasten sind. Sich erinnern an


dieses Rezept hier 
und in Nullkommanix mit der Lieblingstocher die hier

backen. Dabei beinah vergessen, rechtzeitig ein Bild zu machen.
Schnell da, schnell wieder weg.

Hinzuzufügen wäre nur noch, dass etwa 100g Teig pro Stück eine akzeptable Endgröße ergeben und daher die oben angegebene Menge für 7 Brötchen reicht.

Montag, Oktober 01, 2012

Im Zuge...

...des überfälligen häuslichen Aus- und Aufräumens, das lang noch nicht
abgeschlossen ist, wurde mein und des Holden Schlafzimmer wieder
zu einem Lebens-Raum. Darin nun auch endlich
meine ganz persönliche Hommage an

Samstag, September 29, 2012

Und für alle...

Impressionen...

...aus Schwerin.

Was hier nicht zu sehen ist:

Zufällig war gerade Altstadtfest.

Rund um den Pfaffensee...

...gab es auch einen Trödelmarkt...

...mit jeder Menge Ostalgie, die jedoch von meinem Begleiter
zum großen Teil als "Nachgemacht!" abqualifiziert
worden ist. Ein paar Euro ließ ich
trotzdem dort. ^ ^

Ganz genau!

So mut dat!

Die Hainbuchentunnel...

...im Schlosspark Schwerins verdanken sich
der Bundesgartenschau im Jahr 2009.

Schwerin!

Wie gesagt, von Rostock sah ich nur Ikea und war da auch schnell wieder weg!
Nach Schwerin ist es von da immerhin etwa eine Stunde Fahrtzeit. An Stelle
meiner Freunde hätte ich mich auch gefragt, ob ich von da was mitbringen
kann. Habe ich dann auch getan. Völlig ahnungslos sah ich wilde Emus
in Mecklenburgs Landschaft, der Paulsdamm ist eine Prachtstrecke
und Schwerins Schloss raubte mir, von Norden kommend, den
Atem!  Wie gesagt, ich Ahnungslose. Im Schlosspark
überkam mich ein Bedürfnis. Als Strandpiratin
unter Hochzeitsgästen das Örtchen
aufsuchend, fühlte ich mich
äußerst deplatziert.
...
 

An diesem Hafen...

...am Saaler Bodden parkte ich auf der Heimreise und
genoss im gemütlichen Wintergarten des Hotels
gegenüber ein ausgezeichnetes Frühstück.
Das Foto machte ich kurz vor
der Weiterfahrt von
Wustrow nach
Rostock.

Wiederholung


Swantewit allerdings...

...hatte ich mir doch mystischer vorgestellt.
Dieses Bildnis ist zwar ein klein
wenig raffiniert. Aber mir
doch zu graphisch,
geometrisch.
Ein Schritt zur Seite macht
ihn halt' zum Zyklopen,
den Slawengott.
Ookay.

Idyllisch...

...isses zwischen Bodden und Ostsee.

Die alte Seefahrtsschule in Wustrow...

...ist ebenso riesig wie ihre Zukunft ungewiss.

Hühnergötter in Wustrow auf Fischland


Ich wiederhol' mich mal...

...und zwar mit voller Absicht!

Von außen...

...macht diese Kirche keinen
so maritimen Eindruck.
Jedenfalls auf mich

Und die Seemannskirche...

...von Prerow ist wunderschön. In ihrem Innern wähnte ich mich
auf einem Schiff. Auf so einem, wie's in ihr auch
unter der Decke hängt. Es brauchte
nicht viel, Seileknarzen
und Meeresrauschen
zu halluzinieren.

Meer Meer...

...Meer. Und kein Sanddorneis mehr für mich.

Dschungel ist...

...was den Prerowstrom von der Ostsee trennt. Rehe spazieren hier herum.

Blick vom...

...Steg in den Prerow-Strom, der lange nicht mehr strömt.
Aber Wasser ist Wasser ist Wasser.
Jedenfalls für mich.

Freitag, September 28, 2012

Wieder so'n Steg...

...dieser führt direkt in Prerows Dschungel.

Und im Hafen von Prerow...

...gibt's ganz ausgezeichnete Fischbrötchen.
Vom Postkartenidyll gegenüber
ganz zu schweigen.

Mit der Gartenbesitzerin in Prerow...

...kam ich ins Gespräch. Es waren die blauen Schmucklilien,
an den mein Auge hängen blieb. Ich lernte dazu,
was deren Pflege und Überwinterung
betrifft. Schön, sowas.

Nach dem Frühstück...

...mit dem richtigen Krimi im Bett bei einer Tasse Kaffee
war die Aussicht dann diese hier.

Übrigens meine...

...erste Aussicht am Morgen. Von der Ankunft
bis zu meiner Abreise bewegte ich
den Wagen nicht ein
einziges Mal
weg.

Der Darßer Weststrand...

...selbstverständlich vom Leuchtturm aus betrachtet.

Die Stufen...

...vom Leuchtturm an Darßer Ort
habe ich selbstredend
völlig eigenfüßig
gezählt.

Auch eine...

...junge Eidechse genoss die Sonne; sie saß auf einem Zaunpfahl
am Wegrand und ließ sich nicht stören.

Dieser Weg...

...führte mich genau nach Westen.
Das meinte ich aber
in dem Moment
nicht ernst.
 

Eine von mehreren...

...jungen Ringelnattern, die im Nothafen an Darßer Ort ein Sonnenbad nahmen.
Ich war und blieb barfuß unterwegs.

Zum Strand nur ein paar Schritte


Meine kuschelige und zweckmäßige Behausung


Abenteuer (Nord)Osten

Aus gegebenem Anlass warf ich vor drei Wochen mein Zeug ins Auto und verschwand für einige Tage.  Mein Weg führte mich wie so oft in solchen Momenten ans Wasser. Ich bin von Herzen froh um die spontane Erfahrung, dass mein Truppentransporter zum schlichten, aber hinreichend komfortablen Wohnmobil taugt und dies die Erholung nicht nur unkompliziert, sondern auch sehr, sehr preiswert macht.

Zingst war mein erstes Ziel, jedoch blieb ich spätnachts bei Bresewitz stecken; trotzdem in der Gegend der Hund begraben schien, hat mich der Verkehr noch eine Weile wach gehalten. Zu lesen traute ich mich nicht; Übernachten ist ja nicht auf allen öffentlichen Plätzen erlaubt und mein Licht hätte mich vielleicht verraten, wer weiß. Letzlich eingeschlafen in meinem Bett im Auto bin ich zum zärtlichen Ruf einiger Kraniche.

Am nächsten Morgen gefiel mir dann Zingst überhaupt nicht und ich wandte mich Prerow zu. Es war die richtige Entscheidung; der gefundene Campingplatz war wie für mich gemacht.

Die Tage dort waren gut.

Auf dem bewusst langsam vorgenommenen Rückweg sah ich mir Wustrow auf Fischland an. Der Ort reicht über die gesamte Landbreite zwischen Bodden und Meer. Der Krimi "Fischland-Mord" trägt Schuld, dass ich mir auch die alte Seefahrtschule ansah und die Swantewit-Skulptur an der Seebrücke aufsuchte.

Von Rostock sah ich nix, nur Ikea. Die Freunde in Schwerin, die ich besuchte, hatten mich um diesen Abstecher gebeten.

Die Landschaft am Weg hat mich ins Herz getroffen. Und Schwerin ist der Rede wert!

Freitag, August 31, 2012

Feuer frei!

Ich finde, es sollte ein Grundrecht auf Feuer geben. Nichts auf der Welt kann mich so einpendeln und beruhigen, wie der Blick auf kontrollierte Flammen. Diese Medizin ist für mich genauso stark wie das Aufsuchen von Gewässern - aber ein bisschen anders. Nicht tröstlich, sondern kräftigend.

Dieses Bild hat meine Tochter von mir gemacht. Mit dem Handy - und darauf ist zu sehen, wie ich unser Feuerchen fotografiere - mit, Ihr ratet's, meinem Handy.

Sonntag, Juni 17, 2012

Das Leben...

...und die Jahreszeit halten mich aktuell oft fern vom Internet. Nicht, dass mich das traurig macht. Aber dies will erzählt werden: Ich ging auf dem Campingplatz, runter von meiner Parzelle, barfuß über'n Asphalt, um's Eck - da stehn' die beiden kleinen Mädchen, gestern sind sie angekommen. Die eine ist vielleicht zwei, die andere vier oder fünf. Die Kleine hat eine dicke Straßenkreide in der Hand, übt, Striche auf den Boden zu kratzen. Die Große hält ihren Tretroller. "Hallo Clara, hallo Elli!" spreche ich beide richtig an. Sie lächeln unsicher, sie kennen mich nicht, haben mich nie gesehen. Ich gehe in die Hocke, lächle auch, sie beschließen, mir zu trauen. "Na, gefällt's euch hier?" Nicken, Zutrauen. Mein fieses Spiel könnte ich weitertreiben, doch ich habe absichtlich sehr laut gesprochen, die Mutter kommt neugierig um die Ecke, ist irritiert, der Ton war so vertraut, aber ich bin ihr fremd. Ich grüße freundlich, lenke mit ein paar netten Worten von meinem Manöver ab, stelle mich als Nachbarin vor. Dann verabschiede ich mich, gehe weiter zum Strand. Dabei komme ich am Auto der Familie vorbei. Auf der Rückbank zwei verschieden große Kindersitze - auf der einen Seite klebt der Name "Clara", auf der andern der Name "Elli". Nicht schwer also, für irgend jemanden, der es böser meint als ich, dasselbe Vertrauensmanöver zu fahren. "Scheiß Besitzerstolz!" denk' ich mir. Oder?

Freitag, April 06, 2012

Ich fahr'...

...gleich nach Münster, bis Ostersonntag! Mein Fahrrad werd' ich mitnehmen.

Die kleine Reise hat sich spontan ergeben; und da ich mit diesem Monat wieder berufstätig bin (nach fast 15 Jahren!), ist erstmal nix mit Urlaub.

Über Ostern also kurz auszubüxen, spukte mir länger im Hirn - der Holde hat Urlaub, die Kinder Ferien.

Und eine meiner Lieblingsbands gibt morgen in der Fahrradstadt ein Konzert! Ha!

Daraus zwei Hotelnächte zu machen, lag nahe - Münster mag ich nämlich sehr.

Also, schönes Eiersuchen allerseits!

Donnerstag, März 22, 2012

Wahrheit! Gerechtigkeit!

Vor einigen Wochen fing auf einer großen Erotikplattform in der Philosophie-Gruppe jemand eine Diskussion an zu der Frage, ob es denn DIE Gerechtigkeit gäbe. In meinen Augen geht die ja mit DER Wahrheit Hand in Hand: es kann beide immer nur relativ geben, niemals absolut.

Besonders die Männer können sich damit nicht abfinden, dieweil die Frauen sich nach und nach aus dem Thread zurückgezogen haben.

Unser Rechtsystem sei ja absurd und sinnlos ohne DIE Gerechtigkeit, ohne DIE Wahrheit sei ja alles beliebig und damit könne ja jeder tun, wie ihm beliebe, ohne Rücksicht, ohne Mitleid.

Mal abgesehen davon, dass ich an die Menschlichkeit glaube, die dies immer verhindern wird, denke ich, dass unsere Gesellschaft gar nicht den Anspruch hat, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Unsere Welt (die auch nicht DIE Welt ist, sondern nur ein Teil von ihr!) funktioniert dennoch, weil unsere relativen Wahrheiten und relativen Gerechtigkeiten simpel auf Vereinbarungen beruhen.

Das System hat seine Macken, ist verbesserungswürdig, gar keine Frage!

Aber ich kann in diesem Land überleben ohne Hunger zu leiden und ohne Burggraben um mein Haus. Ich komme ohne Raub und Mord zu meinem Lebensunterhalt. Ich weiß, dass es Menschen gibt, denen es bedeutend schlechter geht, auch "bei mir um die Ecke".

Deshalb ist aber nicht das große Ganze innerhalb meines Lebensraumes vollständig falsch.

Ich kann mich auf den Kopf stellen, auf der Suche nach DER Wahrheit und DER Gerechtigkeit werde ich niemals ein für alle Organismen, alle Orte und alle Zeiten gültiges Ergebnis finden.

Niemals. Dazu müsste ich aus dem Menschlichen heraustreten ins Göttliche. Nur von da geht das!

Mit dieser Erkenntnis habe ich mich dann auch nicht mehr um diesen Diskussionsfaden gekümmert: bei den Frauen stellte ich im persönlichen Schriftwechsel fest, dass sie das ähnlich sehen wie ich und den Männern kann ich meinen Gedankengang nicht begreiflich machen; aber nur, weil ich weiß, dass es nie ein absolutes Ergebnis geben wird, dass in dem Maße, wie Wissen und Erkenntnis errungen wird, auch Wissen und Erkenntnis verloren geht im kollektiven Bewusstsein, ist mein Streben danach doch nicht sinnlos! Im Gegenteil: es macht ja mein Leben aus!

Ja, mir hat's was gebracht.

Und dann las ich am 19.3. bei Luisa Francia in "Salamandra" dies:
"ich habe aufgehört projekte in afrika mit meinen bazaars zu finanzieren. das brachte mich so in konflikt: schule gut, fernseher für den vater schlecht? hebammenprojekt gut, shopping tour der hebammen schlecht? ich wollte auch nicht mehr die reiche tante aus europa sein, die immer mit geld kommt, das ist irgendwie widerlich und ändert nix an der grundsituation wie ich nach jahren feststellen musste. es gibt keine individuellen lösungen. geld und güter müssen gerecht verteilt werden.das wird alles ändern. alles."

Das brachte etwas zum Vibrieren in mir.

Ich meine, mich wundert nicht, dass jemand, der sich in dieser Weise engagiert, irgendwann in diesen Konflikt gerät. Was mich wundert, ist, dass, wer erkannt hat, dass es im Kleinen vor Ort nicht zu entscheiden ist: "Was ist richtig?", verlangt, dass das im Großen, weltweit, funktionieren soll.

Ist das ein Delegieren an "die da oben"? Oder irgendwelche anderen? Oder was ist das?

Es beschäftig mich. Sehr.

Dienstag, März 20, 2012

Es tulpt...



Ich hab' mich ja früher nie um die Eimer mit den Schnittblumen in Supermärkten und bei diversen Discountern gekümmert. Bis eine liebe Bekannte den Beginn des Tulpenhandels vor einigen Wochen bejubelte.







Es ist wahrscheinlich nicht nachhaltig noch umweltfreundlich. Aber es hat mein Herz hinübergerettet aus dem tristen kahlen Bild draußen in den nun real stattfindenden Frühling.


Hachja.


Die Funkkamera auf dem Dachboden zeigt synchron zu den inzwischen vertrauten Raschellauten keinerlei Bewegungen an. Das Rätseltier sitzt also in Fußboden des winzigen Speichers, der gleichzeitig die Decke ist vom Schlaf- und vom Arbeitszimmer.

Dieweil der Holde auf der Straße einen ausgebüxten Irish Setter traf (der zweite große Hund innerhalb kurzer Zeit, der halterlos herumsauste), im Garten ein Tier, von dem wir inzwischen vermuten, dass es ein hier nicht heimischer Degu gewesen ist (Mäuse, Ratten, Hörnchen, Bilche, Bisams und Nutrias können wir alle relativ sicher erkennen und benennen!), M. entdeckte im Dämmer "ein großes braunes Tier" auf der Kuhwiese, das sich aber als Nilgans entpuppte....

Ganz schön viecherig gerade, der Niederrhein.

Freitag, März 16, 2012

Ich wüsste gern....


...was es für eine Geschichte war, die dazu geführt hat, dass meine Kinder dieser Tage an der Böschung des Baches eine etwa kuchentellergroße Rotwangen-Schmuckschildkröte entkräftet auf ihrem Rücken strampelnd fanden.

Beschmiert mit Erde und mit Krallen so lang, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie sich damit vor dem Winter ein- geschweige denn, dieser Tage wieder selbst ausgegraben hat.

Dass die Krallen in der Winterruhe so sehr wachsen, dass sie Beineslänge erreichen, kann ich mir nicht vorstellen?!

Ihre Augen waren verrotzt, nach Ratsuche im Internet - natürlich war's Abend, als ich heimkam und die Kinder mir aufgeregt ihren Fund präsentierten - legten wir das Tier in flaches Wasser (in allem andern wär' sie ertrunken!) und hängten eine Wärmelampe darüber.

Gestorben ist sie trotzdem.

Mittwoch, März 14, 2012

Poltergeist...

Ich sitze hier im Arbeitszimmer und erledige meinen Kram. Rechts vor mir ist ein Fenster, das nach Osten sieht. Eine Art Hochnebel dämpft den Tag. Weil die Heizung Mühe hat, den Raum zu wärmen, lasse ich den Heizlüfter ein Weilchen laufen.

Sein Rauschen kann das Wesen über mir nicht übertönen.

Auf dem Speicher raschelt und krüschelt es schon seit ein paar Wochen zu seltsamen Zeiten: vom frühen Morgen bis in den späten Vormittag. Erst hatte ich die Dohlen im toten Zug des Kamins im Verdacht, aber inzwischen bin ich sicher, dass da ein vierbeiniges Geschöpf herumrauscht.

Der Spitzboden ist klitzeklein und für mich schlecht zu erreichen.

Zweimal habe ich Fieplaute vernommen und für Marder ist gerade Fortpflanzungszeit.

Seufz.

Sonntag, März 11, 2012

Dicke!

Ich weiß, dass es Frauen gibt, die so dick sind, dass sie nicht im Stande sind, ihren Intimbereich zu berühren - geschweige denn, ihn ohne Verrenkungen vor einem Spiegel überhaupt zu sehen. Und ich weiß, dass es ihnen miserabel geht damit.

Eine kenne ich, für die ist der Sicherheitsgurt in meinem Auto zu kurz. Dieselbe Frau tut sich eine dicke Schicht Kräuterbutter auf die Pizza vom Lieferdienst - eine Idee, die mir noch nie kam???

Einige dicke Frauen gehen sehr offen mit ihrer Fülle um und was sie mir erzählen, wie es ist, so dick zu sein, was sie als Gründe für ihr Übergewicht ausgemacht haben, ist oft ganz anders, als ich denke.

Aber es macht mich betroffen.

Freitag, März 09, 2012

Spam

"Angelika Koch" fragt mich heute früh, ob mich meine Figur stört. Und "Olga Müller" verspricht mir einhundert Prozent Gewichtsabnahme.

Mir wird bange.

Montag, März 05, 2012

Besserwissen...

Wenn ich mich so im Spiegel der Blogs und Foren betrachte, zu denen ich meinen Senf hinzufüge, dann finde ich mich eine ganz schöne Klugscheißerin, oft.

Das hindert mich aber nicht, mich mitzuteilen.

Dafür werde ich sowohl gestreichelt, als auch gehauen. Und ich habe gelernt, beides gleichermaßen anzunehmen. Wie ich ja auch gelernt habe, diese meine Wesensseite als einen Teil von mir zu akzeptieren.

Hinzunehmen, dass ich mir manchmal selbst auf den Keks gehe und mich dennoch nicht mehr selbst zu zerfleischen dafür.

Und Klugscheißen ist ja auch nur EIN Teil von meinem Internetleben.

Freitag, März 02, 2012

Hellsehen...

Es ist Mittagszeit. Durch das Ostfenster sehe ich eine Horde Schuljungen, johlende Bengel, mit den Rädern die volle Straßenbreite einnehmen. "Sieh' nur,"teile ich dem Holden mit:"wie die Könige! Was haben die mit dem Radweg am Hut? Nix!" Unsere Straße ist zwar eine sehr schnelle, aber keine vielbefahrene.

Sie haben die Nordfenster passiert, da klingelt's an der Tür. Ahnungsvoll geh' ich öffnen - und richtig, keiner da. Ein paar Fahrräder sind schon unter Gelächter davon.

Als hätten die Burschen mein Lästern vernommen... :))))

Donnerstag, März 01, 2012

Nötigung...

Heute früh, Zeit für die Kinder, sich aufzumachen um zum Bus zu gehen. Ein Schultag eben. Die beiden Jüngeren kommen in die Gänge, der Älteste liegt auf der Couch, stellt sich tot.

Stöhnt dann in die Kissen:"Ich glaube, ich muss heute mal einen Tag aussetzen, ich bin total kaputt!"

Er hatte gestern ein anstrengendes Training. Der Donnerstag ist der längste Schultag, erst am späten Nachmittag wird er heimkommen. Ich verstehe, dass er seine Unlust artikulieren muss.

ABER NICHT MIT MIR! Nicht in dem Moment, in dem er aus der Tür muss, nachdem er bis dahin wortlos funktioniert hat. Mir eine Minute für die Entscheidung zu geben, die eigentlich dann keine ist, IST Erpressung.

Es ist mir gelungen, ihm das klarzumachen.

Dienstag, Februar 28, 2012

Altersweisheit...

Gestern drängte es mich, meinen nun bald siebzigjährigen Vater mal wieder zu sehen und ich besuchte meine Eltern.

Meine Mutter hat eine seltsame Art, ihre Leiden darzulegen ( es fühlt sich dann immer so an, als wolle sie mich dafür verantwortlich machen...), mein Bruder war gereizt wie meistens.

Da die beiden den Laden noch nicht geschlossen hatten, ging ich also ins Haus. Der alte Mann war bereits im Schlafanzug und wir setzten uns plaudernd in die Küche.

Wir kamen von Hölzken auf Stöcksken, wie das bei uns heißt.

"Wechseljahre - der ganze Zirkus is' ja nur, weil die Weiber sich nicht mehr fortpflanzen können und das nicht akzeptieren wollen."

"Papa - das weißt Du doch gar nicht. Du bist doch keine Frau."

"Ja, eben! Genau deswegen kann ich das ja beurteilen!"

Montag, Januar 02, 2012

Das Wort zum neuen Jahr

Gleich ist die Nacht vorbei. Ich halte die Stellung. Keine Ahnung, woher das Gefühl kommt, dass heute Nacht alles geht, alles möglich ist. Alle andern schlafen, nur ich nun mal nicht.

Ich hätte Lust, mal eben einen Spaziergang im Dunkeln zu machen, bevor das Haus erwacht.

Nun.

Euch allen ein gutes 2012!