Freitag, Oktober 24, 2008

Er ist von uns gegangen...


...der kleine rote Roller. Mit ihm zusammen haben auch noch ein paar andere Dinge, aus denen unsere Kinder definitiv herausgewachsen sind, unseren Haushalt verlassen. Ein kleiner Junge, noch ganz unsicher auf den Beinen, konnte sein Glück nicht fassen und auch noch nicht in Worte gießen - obwohl er bereits drei Jahre alt ist. Seine Mutter hat mit ihm auf der Straße gelebt und nun ist er bei einer befreundeten Familie zunächst in Pflege, bevor sich entscheidet, was wird. Ein kleiner Informationsstaubsauger, der gierig alle Eindrücke aufnimmt, die er kriegen kann. Und ich sehe meinen Ältesten vor mir, wie er damals, den Schnuller im Mundwinkel, mit Latzhose und Windelhintern zu mir aufschauend einen seiner allerersten Sätze voller Inbrunst hervorbrachte:"Mama! If will einen roten Roller haben! Mit Klingel!!" Drei Kinder sind in den letzten acht, neun Jahren mit dem kleinen Roller ums Haus gesaust und nun ist es gut. Nun kann ein neues Kind darauf sein Gleichgewicht finden.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Irgendwie...

ist das mit den Waschbären in Deutschland ja ziemlich unlogisch. Was ich mir so ergoogelt habe, nachdem mich die Notiz in der Geo beim Zahnarzt so verblüfft hatte, kommen mir da zwei, drei Fragezeichen...

Es waren die Nationalsozialisten, denen es 1934 gelang, mit der Freilassung zweier Waschbärpaare in Hessen eine stabile Population zu begründen. Der Gedanke war, die heimische Fauna zu bereichern.

Naja, wahrscheinlich wollten die Herren mal etwas Bunteres vor die Flinte bekommen statt der meist einfarbigen heimischen Säugetiere, vom Dachs jetzt mal ganz abgesehen. ;)

Ich meine, mit dem Waschbären haben ausgerechnet die Nationalsozialisten einen waschechten Nordamerikaner ins Land geholt. Das allein ist doch schon sehr, nun, erstaunlich.

Heute passt den Naturschützern diese sozusagen nationalsozialistische Vergangenheit des Tieres prima in den Kram - ich persönlich halte Polemisierung gegen Neozoen und Neophyten für vollkommen sinnfrei.

Diesem eingeführten Raubtier wird unterstellt, die deutsche Fauna zu bedrohen.

(Den letzten Satz bitte sehr ausführlich sacken lassen.)

Dienstag, Oktober 21, 2008

Ha...

...weil mich die Streicher ganz kribblig machen, das Schlagzeug mir keine Ruhe lässt... und die Trommeln schon gleich gar nicht...

Samstag, Oktober 18, 2008

Liebe Audi-TT-Fahrer!

Wo's mir gerade einfällt: wenn ich das nächste Mal auf der Autobahn unterwegs bin und
einer von euch freien Bürgern fühlt sich durch mich in seiner freien Fahrt behindert,
dann tut mir den Gefallen, reißt euch ein bisschen zusammen,
bis ich den einen LKW überholt habe, anstatt hinter mir
einen spurübergreifenden, licht- und tonhupenden
Veitstanz aufzuführen.
Mein Bus hat zwar viel Stauraum, aber mit eurem Ego
wär' er wahrscheinlich doch ziemlich überladen.
Also vergesst einfach die Idee,
mir hinten hinein kriechen zu wollen!
Danke!

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Yeah!

DAS bringt meinen Kreislauf heute hoch!

Netze weben

Der gerade entdeckte Link bringt mich auf etwas.
Noch immer beschäftige ich mich intensiv mit Achtbeinern. So sehr, dass ich Ende September in unserer Grundschule in vier zweiten und in einer vierten Klasse je eine Unterrichtsstunde über Araneus diadematus, die Gartenkreuzspinne, gemacht habe.
Es hat mir großen Spaß gemacht. Aber es war auch sehr anstrengend. Absichtlich habe ich es nicht als Vortrag gestaltet, sondern mich einfach bestmöglich auf alle zu erwartenden Fragen vorbereitet, ein lebendes Exemplar und eine recht realistische, apfelsinengroße Plüschversion mitgenommen und mich dann einfach mit den Kindern darüber unterhalten.
Das hat sehr gut funktioniert.
Die Spinne, die ich knapp vier Tage in einer durchsichtigen Dose hielt, hat es sehr gut überstanden und spinnt wieder ihre Netze in unserem Garten. Allerdings jetzt nicht mehr auf Augenhöhe, sondern etwa zwei Meter darüber. ;)
Allerdings hatte ich nicht bedacht, welche langfristigen Folgen die Aktion für mich haben könnte: ich werde jetzt überall angesprochen und befragt.
Na ja. Hier in meinen kleinen Kreisen eine Art Botschafterin für mitteleuropäische Spinnen zu sein, missfällt mir nicht wirklich. Undifferenziertheiten und Vorurteile gingen mir schon immer massiv auf die Nerven, das ist wohl meine Natur - obwohl meine eigene Brille sicher auch oft genug nicht die angemessene ist.